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Zucht
Balz und Paarung
Zur Zucht sollte man nur gesunde, gut genährte Tiere einsetzen, die mindestens ein Jahr alt sind und von verschiedenen Elterntieren stammen. Kurz nach Beendigung der Winterruhe beginnen die Bartagamen mit den Paarungsaktivitäten. Die Männchen entwickeln dann ein starkes Territorialverhalten, dass sich überwiegend durch ausgeprägtes Kopfnicken präsentiert. Der Bart wird tiefschwarz gefärbt und das Kopfnicken wird durch das auf und abbewegen des Oberkörpers bestärkt. Das Weibchen beantwortet dies meist mit einem beschwichtigendem "Winken". Mit dem so genannten Paarungsbiss hat er das Weibchen erreicht.Um sich den Kloaken anzunähern, schiebt das Männchen seinen Körper in Richtung der bissabgewandten Seite und sollte das Weibchen ihren Schwanz noch nicht angehoben haben, provoziert er dieses durch ein kratzen mit den Hinterbeinen auf dem Rücken seiner Partnerin. Das Männchen führt dann einen Hemipenis in die Kloake des Weibchen ein. Nach 30 - 60 Sekunden ist die Paarung beendet und die Partner trennen sich. Einmal verpaart, können die Weibchen mehrere Gelege befruchten.
Trächtigkeit
Vor dem Weibchen liegt eine drei bis maximal sieben wöchige Trächtigkeit währenddessen sie mit besonderer sorgfalt gepflegt werden muss. Das Futterangebot muss während dieser Zeit reichlich sein. Es muss unbedingt eine zerbröselte Sepiaschale zur Verfügung stehen, auch eine Babymaus kann helfen.
Eiablage
Der Eiablageplatz sollte ca. so tief sein wie die Echse lang ist.
Der Eiablageplatz muss mäßig feucht, aber nicht nass sein und ca. 25 ° - 30° c vorweisen können. Das Weibchen darf während der Eiablage nicht gestört werden!
Die Eier dürfen bei der Bergung und auch danach nicht gedreht werden!
Inkubation der Eier
Um die Eier nicht unabsichtlich zu drehen markiert man sie z.B mit einem weichen Bleistift. Dann überführt man die Eier entweder auf Vermiculite oder Perlite aber auch Sand ist dafür geeignet. Das Vermiculite wird mit Wasser in einem Gewichtsverhältnis von ca. 4:3 gemischt. Das Substrat sollte sich nur leicht feucht anfühlen. Als Anfänger kannst du zur Sicherheit noch eine fingerdicke Schicht trockenes Vermiculite auftragen.Die Heimchendosen füllt man halbvoll mit dem Inkubationssubtrat.Das Substrat sollte bereits Inkubationstemperatur haben, wenn die Eier eingebracht werden.Nun legt man die Behälter in eine Brutmaschine, einen Inkubator. Die Bruttemperatur sollte im Bereich von 26°-29° C liegen.Temperaturen über 30°C sollten vermieden werden, da keine oder nur missgebildete Jungtiere schlüpfen können.Auch im weiteren Verlauf der Inkubation dürfen die Eier nicht gedreht werden. Abgestorbene Eier sind umgehend zu entsorgen.Manchmal muss nachbefeuchtet werden, die Eier dürfen jedoch nie in direkten Kontakt mit Wasser kommen. Nach etwa 50-70 Tagen sind die Bartagamen dann schlupfreif. Vom Anritzen bis zum Verlassen der Eihülle können bis zu über 24 Stunden vergehen.
Aufzucht der Jungtiere
Die Aufzucht der Jungtierer darf nicht unterschätzt werden. Häufig wird hier aus Unwissenheit oder Zeitmangel Fehler gemacht, die zum raschen Tod der kleinen Bartagamen führen! Aufzuchtterarrien sollten nicht zu klein geraten, sondern nach Möglichkeit mit den Tieren "wachsen" und in der Austattung den Becken der Adulttiere entsprechen. Für die ersten Lebenswochen eignet sich Küchenpapier und später die gleichen Materialien wie bei den Alttieren. Kleine Schalen mit Wasser müssen immer zur Verfügung stehen. Da die Jungtiere nicht immer selbstständig trinken, müssen sie mit einer Pipette getränkt werden. Als Grundregel gilt, dass das Futter nicht massiger ist, als das der Kopf der Tiere breit ist. Die kleinen Bartagamen sollten in den ersten Monaten mehrmals täglich mit lebenden Insekten gefüttert werden. Es sollte immer Futter im Jungtierterrarium wie z.B Basilikum vorhanden sein, da sich die Tiere dann gegenseitig weniger beißen. Den allzu frühen Beginn von Rangkämpfen kann man verzögern, indem man auf erhöhte Plätze im Terrarium zu verzichten. Jungtiere sollte man in den erstem Monaten nicht unnötig aus dem Terrarium nehmen, da sie noch sehr schreckhaft sind. Und sie dann z.B aus der Hand flüchten und sich Schaden zufügen könnten.
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